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SAMARITA: Solidarität erleben

 

 

SAMARITA: Solidarität erleben. Vertrauen spüren. Veränderung gestalten.


Die Samarita Solidargemeinschaft  -  eine echte Alternative zur herkömmlichen Krankenversicherung!
Die Absicherung von Kosten im Krankheitsfall wird in Deutschland im Wesentlichen von zwei nebeneinander existierenden Krankenversicherungssystemen bestimmt: den gesetzlichen und den privaten Krankenversicherungen (GKV, PKV). 
Der Gründungsimpuls der Samarita Mitte der 90 Jahre bestand aus der eigenen Unzufriedenheit mit dem vorhandenen System. Das bestehende Gesundheitswesen ermöglicht weder echte Therapiefreiheit, Vertrauensbildung noch eine wirkliche Solidarität. Dazu wurde im Laufe der Jahre immer deutlicher, dass betriebswirtschaftliche Gesichtspunkte immer stärker im Vordergrund stehen und die Gefahr besteht, dass die eigentliche Aufgabe der Heilung in den Hintergrund gerückt wird. 
Die Samarita Solidargemeinschaft bietet mit ihrer neuen Form der Absicherung von Krankheitskosten die Grundlage, positive Veränderungen im Gesundheitswesen gemeinsam zu bewirken.
Heute stellen Solidargemeinschaften eine echte Alternative zu den herkömmlichen Krankenversicherungen dar und sorgen für individuelle Verbundenheit und gelebte Solidarität. Die Grundlage hierfür bilden die sieben Prinzipien:
1. Therapiefreiheit.
Wir realisieren die weitestgehende Entscheidungsfreiheit bei Arzt-, Heilpraktiker- und Therapiewahl.
2. Verantwortung.
Wir fördern die Verantwortlichkeit des Einzelnen für seine Gesundheit und Gesundung. Wir bestärken uns darin, zur Leistungsfähigkeit der Gemeinschaft beizutragen.
3. Solidarität.
Wir erleben uns als Teil eines solidarischen Ganzen und handeln deshalb entsprechend verantwortlich. In den Regionalgruppen unterstützen wir einander direkt und persönlich.
4. Transparenz.
Wir handeln transparent und für jeden Einzelnen nachvollziehbar.
5. Zuwendung statt Anspruch.
Wir haben eine klare Beitrags- und Zuwendungsordnung und geben uns  Zuwendungen, statt Ansprüche zu erheben.
6. Genossenschaftsprinzip.
Wir arbeiten wirtschaftlich. Entstehende Gewinne verbleiben in der Gemeinschaft.
7. Soziales Netz.
Wir organisieren uns dezentral in Regionalgruppen. Jeder Einzelne kann sich einbringen und so sein soziales Netz erweitern und gestalten.

 

Grundeinkommen

 

System-Reset - Neugestaltung der sozialen Sicherungssysteme

 

Ablösung der vielfältigen Sicherungssysteme durch ein bedingungsloses  oder tätigkeitsbezogenes  Grundeinkommen.

 

Um eine Gesellschaft neu zu gestalten, bedarf es der Vision einer Zukunft, in der Solidarität und Gerechtigkeit die Grundlage für eine Gesellschaftskonstitution bieten, die allen ein Leben in Würde und ausreichende Partizipationschancen garantiert.

 

Diese Vision knüpft an einem Vorschlag des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) an, die dieser unter dem Titel „Vision für eine gerechtere Gesellschaft – Solidarität, Chance für die Zukunft“ veröffentlicht hat.

1. Einführung eines Grundeinkommens ohne Bedürftigkeitsprüfung.

Die Vision des BDKJ von einer zukünftigen Gesellschaft beinhaltet als Kernelement ein leistungsbasiertes Grundeinkommen, das allen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zur Verfügung steht. Die Höhe des Grundeinkommens soll das sozio-kulturelle Existenzminimum sichern und die materielle Grundlage für ein Leben in Würde mit angemessenen Partizipationsmöglichkeiten an gesellschaftlichen Prozessen sein. Die Höhe des Grundeinkommens sollte bei mindestens € 800.- pro Monat liegen.

2. Wer erhält ein Grundeinkommen?

Das Grundeinkommen soll an alle Menschen ausgezahlt werden, die mindestens 8 Jahre ihren 1. Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland haben. Außerdem erhalten auch allen Personen das Grundeinkommen, die unmittelbar vor dem Ende der Erwerbstätigkeit bzw. vor dem 65. Lebensjahr ihren 1. Wohnsitz mindestens 20 Jahre in der Bundesrepublik Deutschland hatten. Anspruch auf das Grundeinkommen soll für jeden und jede individuell von der Geburt bis zum Tod bestehen. Ein wichtiges Element ist hierbei, dass das Grundeinkommen an die einzelne Person gebunden ist und so eine eigenständige Existenzsicherung bedeutet. Dabei sollten Kinder (bis zum 12. Lebensjahr) einen Anspruch über € 400.-, Jugendliche (13 bis 18 Jahre) über € 600.- und Erwachsenen über € 800.- haben.

3. Negative Einkommenssteuer.
 Das Grundeinkommen soll über eine negative Einkommenssteuer realisiert werden. Alle weiteren Einkünfte aus allen anderen Einkommensarten werden zu 40% auf das Grundeinkommen angerechnet. Ist dies aufgebraucht, entsteht eine Steuerschuld, d.h. eine positive Einkommenssteuer, die schrittweise auf einen Grenzsteuersatz von 53% angehoben wird. Oberhalb des Grundeinkommens ist die Sicherung des Lebensstandards Bestandteil einer Privaten Vorsorge, deren Finanzierung von den Einzelnen erbracht wird. Das finanzielle Risiko des Alters, der Erwerbsunfähigkeit und der Arbeitslosigkeit wird durch eine solche private Vorsorge abgesichert.


4. Solidarische Finanzierungselemente für das Grundeinkommen

Das Grundeinkommen soll im Schwerpunkt durch Steuern auf alle Einkommensarten finanziert werden. Neben diesen Einkommenssteuern sollen Umsatz- und Verbrauchssteuern erhalten bleiben. Als zusätzliche Einkommensquellen sollen eine Vermögenssteuer auf internationalem (OECD-) Niveau und eine erhöhte Erbschaftssteuer genutzt werden. Diese können durch eine Börsenumsatzsteuer und eine Spekulationssteuer (Tobin-Steuer) ergänzt werden, deren Anwendung auf internationaler Ebene realisiert werden sollte.
Eine weitere wichtige Finanzierungssäule soll eine Wertschöpfungsabgabe sein, die neben den Gewinnen der Unternehmen auch deren Wertschöpfung berücksichtigt. Um dies gerecht zu tun, soll die Wertschöpfung, die durch den Einsatz von Arbeitskräften erbracht wird, gleichgestellt werden mit der Wertschöpfung durch Kapitaleinsatz, den Einsatz von Maschinen und Technologien. So können sich bestimmte Bereiche nicht durch Verschleierung von Gewinnen der sozialen Verantwortung entziehen.
Die Umsatzsteuer soll für Luxusgüter ab einem bestimmten Preisniveau, nach dem Beispiel anderer europäischer Länder, drastisch erhöht werden.
Sukzessiv steigende "Öko"-Steuern auf Ressourcenverbrauch und Umweltbelastung werden den Effekt erzielen, Erwerbsarbeit und das gesamte Wirtschaften an ökologischen Maßstäben und dem Prinzip der Nachhaltigkeit auszurichten.


5. Vier gleichwertige Bereiche gesellschaftlich notwendiger Tätigkeiten gelten als anspruchsbegründend für das Grundeinkommen


Wichtiger Grundpfeiler der Gesellschaft soll die von allen geleisteten gesellschaftlich notwendigen Tätigkeiten sein, die in verschiedenen Bereichen erbracht werden. Diese Tätigkeiten soll von jeder und jedem im Alter von 18 bis 64 Jahren mitgetragen und in einem Mindestumfang erbracht werden, sofern sie körperlich und geistig dazu in der Lage sind.
Als gesellschaftlich notwendige Tätigkeiten werden anerkannt:
- Erwerbsarbeit
- Bürgerschaftliches Engagement
- Familientätigkeit
- Bildung
Von allen Personen im Alter von 18 bis 65 Jahren müssen mindestens 500 Stunden pro Jahr in den genannten Bereichen – nachweislich - erbracht werden, dies begründet den Anspruch, deshalb sprechen wir von einem leistungsbasierten Grundeinkommen.

 

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